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Beitrag Mitteldeutsche Zeitung im Oktober 2013


Beitrag Mitteldeutsche Zeitung im August 2012


MZ 28.07.2012

Oldies auf dem Bock

FUHRGEWERBE Brummi- Fahrer gehen in Rente, Nachwuchs ist Mangelware.
VON RALF BÖHME 
HALLE/MZ  - Pizza, Windräder, Maschinen - alles wird auf den Autobahnen transportiert - und dies scheinbar problemlos. Nur wie lange noch? Diese Frage stellt sich, wenn man beispielsweise an der Raststätte Köckern an der A 9 (Saalekreis) die Namensschilder hinter den Frontscheiben der Lastzüge sieht: Günter, Horst oder Jürgen. Vornamen aus den 1950er Jahren - es scheint, als sitze nur die Opa- Generation hinter dem Lenkrad. 

Eine späte Rache 
Trucker Rüdiger Schramm aus Plauen bestätigt das. "Kilometer-Millionär oder auch König der Landstraßen, das hatte früher einen guten Klang." Aber irgendwie ziehe das nicht mehr, so der 61- Jährige, der seit 1995 Autoersatzteile transportiert. Oldies auf dem Bock gäbe es viele. Jüngere Leute, die eigentlich nachrücken müssten, fehlten einfach. Typische Namen aus den Achtzigern wie Kevin, Bastian, Justin -<wbr /> solche Schilder seien die Ausnahme. 
"Eine späte Rache", sagt Matthias Schollmeyer von der Fachvereinigung Güterverkehr in Sachsen-Anhalt. Die Branche habe sich über viele Jahre zu wenig um den Nachwuchs gekümmert. Nur acht der 200 Mitgliedsfirmen bildeten aus. Und heute sei es schwer, Bewerber zu finden, die Tag und Nacht auf Achse sein wollen. Das Ende vom Lied: Oft könne nur eine von drei frei werdenden Stellen wieder besetzt werden. Auch Fahrer aus Osteuropa könnten dieses Defizit nicht ausgleichen. Etliche Unternehmen hätten deshalb schon Lkw abgemeldet. 
Antje Bauer von der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau spricht von einem Brennpunkt-Problem für die Logistikbranche in der Region. Bis 2015 könnten eigentlich in der Region jährlich bis zu 9 000 Arbeitsplätze in der Logistikbranche entstehen. Ohne eine ausreichende Zahl von Brummi-Fahrern gehe das Konzept aber nicht auf. 
Nach Angaben des Bundesamtes für den Güterverkehr (BAG) sind in Deutschland 773 000 Berufskraftfahrer unterwegs. Der Anteil der unter 25-Jährigen: nur 2,5 Prozent. Die Situation spitzt sich zu: Allein in diesem Jahr gehen 17 000 Lkw-Fahrer in den Ruhestand. Das Problem: Es rücken lediglich 6 000 bis 7 000 Leute nach, obwohl viele Spediteure mit neuen Trucks durchaus gute Arbeitsplätze bieten. 
Eine aktuelle Studie des Tüv Rheinland nennt drei Gründe, warum der Job nicht attraktiv ist. Da ist zum einen die vergleichsweise niedrige Entlohnung. In Sachsen- Anhalt liegt das durchschnittliche Brutto-Einkommen eines Berufskraftfahrers bei 1 700 Euro im Monat. Überfüllte Straßen, viele Nachtfahrten - die Belastung hinter dem Lenkrad wächst zudem immer mehr. "Außerdem muss das Image des Berufs generell aufpoliert werden", betont Tüv-Vorstand Jürgen Brauckmann. 
Laut Tüv-Studie ist knapp die Hälfte der Betriebe von einem regelrechten Fahrermangel betroffen. 53 Prozent der Unternehmen schätzten die Nachwuchssituation als "eher schlecht", 31 Prozent sogar als "schlecht" ein. Es tobe ein regelrechter Wettbewerb um Personal. Stellenwechsel seien an der Tagesordnung. 90 Prozent der befragten 250 Speditionen aus allen Bundesländern beklagten die Fluktuation. Als Ausweg empfiehlt Brauckmann finanzielle Anreize für Betriebe, die den Fahrernachwuchs gezielt fördern. Ansonsten provozierten Engpässe bei Fahrern absehbar mehr Stress, Termindruck und letztlich auch eine erhöhte Unfallgefahr. 
Auch eine EU-Verordnung wirkt sich aus. Anders als vor 2009 genügt nicht der Lkw-Führerschein, um ein Fahrzeug von über 3,5 Tonnen fahren zu können. Erforderlich ist eine Grundqualifikation - zu erwerben in 140 Unterrichtsstunden. Dies führt zu besser ausgebildeten Fahrern, es kostet aber auch Zeit und Geld. Selbst die Aussetzung der Wehrpflicht verschärft das Fahrer-Problem. Denn es gibt weniger ehemalige Soldaten mit Lkw-Führerschein. 

Auch Seiteneinsteiger gefragt 
Die in Halle ansässige Spedition Finsterwalder - Jahresumsatz 120 Millionen Euro - hat reagiert. Personalreferentin Christina Raubold: "Wir bilden selbst aus - jährlich zwischen drei und sechs Berufskraftfahrer." Die Abbrecherquote sei minimal, unter dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent. Die Ausbildung, die bis zu 60 000 Euro kostet, zahle sich für beide Seiten aus. Fast alle Jung-Facharbeiter erhielten eine Anstellung. 
Auch Bildungszentren wie das von Alexander Weber in Hettstedt (Kreis Mansfeld-Südharz) helfen. Jährlich bereitet das Institut etwa 70 Seiteneinsteiger auf das Abenteuer Landstraße vor. Das Institut kooperiert dabei mit der Arbeitsagentur - und das mit Erfolg. Die Vermittlungsquote liegt Weber zufolge bei über 95 Prozent. "Speditionen stellen quasi von der Schulbank weg ein." Wenn es denn genug Interessenten gibt.

Mehr Informationen unter 
www.werde-kraftfahrer.de 
Das Image des Berufs muss aufpoliert 
werden.


MZ 06.11.2011

Stockcar-Fahrer hatten viel Spaß
VON KATHARINA ZINKE-BEINERT, 04.09.11, 19:43h, aktualisiert 06.11.11, 15:16h

Zahlreiche Zuschauer verfolgten in Hettstedt das «Stockcar Rennen», den Wettstreit der Schrottautos.(FOTO: KLAUS WINTERFELD)

HETTSTEDT/MZ. Ein Autorennen, bei dem Drängeln nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist: Auf die Idee, so etwas in Hettstedt zu veranstalten, hat Norman Hermann der Fernseh-Moderator Stefan Raab mit seiner Show gebracht. Am vergangenen Wochenende lud Hermann, Inhaber der Firma "Streetline Bikes" in Großörner, bereits zum dritten Mal zum "Stockcar Crash Rennen" auf das Gewerbegebiet Ritteröder Straße in Hettstedt ein. 14 Teams zu je fünf Leuten gingen an den Start. Sie kamen zum größten Teil aus der Region, aber auch aus Egeln und Harzgerode. Ziel ist, in den zehnminütigen Rennen so viele Runden wie möglich zu fahren.

Und weil es dabei natürlich immer wieder zu Kollisionen kommt, steht die Sicherheit an oberster Stelle. Die Stockcars müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise sind eingebaute Überrollkäfige und Dreipunkt-Verriegelung Pflicht; der Fahrer muss einen Vollvisierhelm tragen. Zerbrechliches wie Scheinwerfer und Scheiben müssen ausgebaut werden. Dennoch passiert es nicht selten, dass die Teams ihre Autos nach einem Crash im Fahrerlager wieder neu zusammenschrauben müssen. Das Team von "Raiks Garage" und der Fahrschule Weber musste sogar eine "OP am offenen Herzen" durchführen: Ihr Auto brauchte einen neuen Motor. Das Team hatte außerdem auch wieder ein "Stockcar-Taxi" für einen guten Zweck organisiert: Kinder konnten für ein kleines Entgelt damit herumfahren, die Einnahmen werden dem Kinderhaus "Tiegel" in Hettstedt gespendet.

"Wichtig bei solchen Events sind natürlich auch immer die freiwilligen Helfer", erklärte Andreas Schmeißer, Mitorganisator des Rennens. So waren für die Sicherheit vor Ort die Freiwillige Feuerwehr Sandersleben sowie der Arbeiter-Samariter-Bund Aschersleben im Einsatz. Außerdem unterstützt der Sportverein SV Arnstein 48 Harkerode die Veranstalter mit einigen Helfern.
Zu den großen Favoriten gehörte das Team "Tante Ju" um dem Fahrer Jurek Breidel aus Sandersleben. Das Team ist seit dem ersten Rennen in Hettstedt dabei und fährt auch regelmäßig beim Stockcar Rennen in Bernburg mit. Auch ihr Auto ist noch das selbe wie beim ersten Rennen. "Wir wollen gar nicht gewinnen - uns geht es nur um den Spaß", sagte Jurek Breidel. Am Schluss landete er mit seinem Team trotzdem auf dem dritten Platz. Zweiter wurde der Fahrer Wolfgang Möser vom Streetline Team; Sieger René Vatterott vom Team Vatterott aus Egeln.

David Lüttcher und Andreas Schmelzer waren bereits zum dritten Mal als Besucher bei dem Stock Car Rennen. Sie finden es toll, dass in Hettstedt mal was los ist, und kommen immer gern wieder. Auch Norman Hermann war mit der Resonanz in diesem Jahr wieder zufrieden, so dass es im nächsten Jahr im September erneut ein Stock Car Rennen geben wird. Für den Winter hat er allerdings schon eine neue Idee. Erstmals in diesem Jahr soll ein sogenanntes "Skijöring" stattfinden. Bei dieser aus Skandinavien stammenden Sportart lassen sich mutige Ski-Fahrer an einem Seil von Schneemobilen oder Quads ziehen. Wichtigste Voraussetzung dafür ist natürlich Schnee, und so hofft Norman Hermann auf einen schneereichen Winter.


MZ 07/2011

16.07.2011   45  Zeilen 
Ressort: VBA

Kraftfahrernachwuchs gesucht
Bildungszentrum ist Partner renommierter Unternehmen

Laut Bundesamt für Güterverkehr (BAG) gehen in Deutschland jährlich rund 17 000 Kraftfahrer in den Ruhestand. Allerdings rücken dafür nur rund 6 000 bis 7 000 neue Berufskraftfahrer nach. Das führt dazu, dass die Unternehmen inzwischen dringend Kraftfahrer suchen. Vor einer Tätigkeit als Kraftfahrer steht jedoch immer eine fundierte Ausbildung. Kompetenter Partner der Unternehmen ist in der Region das Bildungszentrum Weber. Das Bildungszentrum für Verkehr und Fahrschule aller Klassen bildet Berufseinsteiger und Profis für den Güter- und Personenverkehr aus. Am Stammsitz des BZ in Hettstedt und in den Filialen in Quedlinburg und Aschersleben kann man dabei nicht nur die nötigen Führerscheine erwerben, das Bildungszentrum stellt auch Kontakte zu möglichen Arbeitgebern her und erstellt in enger Zusammenarbeit zwischen Bewerber und Unternehmen die entsprechenden Ausbildungspläne, damit der Bewerber nach erfolgter Ausbildung nahtlos einen Arbeitsplatz besetzen kann.

Die Ausbilder des Bildungszentrums waren zudem alle selbst einmal im Güterverkehr tätig und für die Fahrausbildung stehen Fahrzeuge bereit, wie sie auch von den Unternehmen im Realverkehr benutzt werden. Stolz ist das Bildungszentrum Weber darauf, dass 96 Prozent ihrer Fahrschüler die IHK-Abschlussprüfungen und 96,4 Prozent die DEKRA-Prüfungen auf Anhieb in Theorie und Praxis bestehen. 
Wer diese Chance nutzen will, kann sich jederzeit an das Bildungszentrum Weber wenden und einen Termin vereinbaren. Gesucht werden Kraftfahrer und Maschinenführer mit und ohne entsprechende Qualifikationen, mit und ohne Erfahrung sowie alle Interessierten, die im Personen oder-Güterverkehr tätig werden wollen.


07/2011

Kraftfahrernachwuchs dringend gesucht
Das Bildungszentrum Weber aus Hettstedt bildet für renommierte Partnerunternehmen aus

Obwohl er in der Hitliste der Traumberufe von Kindern wohl gegen Kosmonaut oder Feuerwehrmann eher unspektakulär daherkommt, erfreute sich der Beruf des Kraftfahrers oder Baumaschinenführers bei vielen Heranwachsenden als Wunschberuf doch großer Beliebtheit. Angesichts des ebenso anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Berufsbildes ist das durchaus nachvollziehbar. Immerhin kommen Berufskraftfahrer in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen zum Einsatz. Im Fernverkehr und Tagespendelbereich, im Stück-<wbr /> und Schüttguttransport bis hin zum Schwerlastverkehr oder Einrichter für Tresore und Möbel werden Kraftfahrer gebraucht.

Nun käme wohl niemand auf die Idee, dass es gerade in dieser Branche Nachwuchssorgen geben könnte. Und doch ist es so. Immerhin kam ein Sonderbericht des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) zu dem Ergebnis, dass in Deutschland jährlich rund 17 000 Kraftfahrer in den Ruhestand gehen, während optimistischen Schätzungen zufolge nur rund 6 000 bis 7 000 neue Berufskraftfahrer nachrücken. 
Diese Lücke ist schwer zu schließen, was dazu führt, dass die Unternehmen inzwischen nicht nur händeringend Kraftfahrer suchen, sondern diese auch versuchen langfristig zu binden, um ihren Fahrerstamm zu halten. Da die Bedeutung des Güterverkehrs auch in Zukunft weiter zunehmen wird, wartet auf Interessenten also ein Beruf mit zukunftssicherer Perspektive.

Vor einer Tätigkeit als Kraftfahrer oder Maschinenführer in der Industrie steht jedoch immer eine fundierte und qualitativ hochwertige Ausbildung. Kompetenter Partner der Unternehmen ist in der Region das Bildungszentrum Weber. Das Bildungszentrum für Verkehr und Fahrschule aller Klassen bildet Berufseinsteiger und Profis für den Güter-<wbr /> und Personenverkehr, so etwa für die BARES GmbH, den Tresorservice Schade oder auch den Personaldienstleister Manpower, aus. Am Stammsitz des BZ in Hettstedt und in den Filialen in Quedlinburg und Aschersleben kann man dabei nicht nur die nötigen Führerscheine erwerben, das Bildungszentrum stellt auch Kontakte zu möglichen Arbeitgebern her und erstellt in enger Zusammenarbeit zwischen Bewerber und Unternehmen die entsprechenden Ausbildungspläne. So wird es möglich, dass der Bewerber nach erfolgter Ausbildung nahtlos einen Arbeitsplatz besetzen kann. 
Dabei kann das Bildungszentrum Weber auf seinen großen Erfahrungsschatz und modernste technische Möglichkeiten zurückgreifen. Die Ausbilder waren alle selbst einmal im Güterverkehr tätig und für die Fahrausbildung stehen Fahrzeuge bereit, wie sie auch von den Unternehmen im Realverkehr benutzt werden. So etwa verschiedene MAN-<wbr /> und Mercedes Benz-<wbr />Lkw als Sattel-<wbr /> und Anhängerzug. Das hat gegenüber kleinen Fahrschul-<wbr />Lkw den Vorteil, dass die Bewerber von Anfang an unter Realbedingungen ausgebildet werden. Nicht zuletzt deshalb kann das Bildungszentrum Weber mit Recht stolz darauf sein, dass immerhin 96 Prozent ihrer Fahrschüler die IHK-<wbr />Abschlussprüfungen und 96,4 Prozent die DEKRA-<wbr />Prüfungen auf Anhieb in Theorie und Praxis bestehen.

Wer diese Chance nutzen will, kann sich jederzeit an das Bildungszentrum Weber in Hettstedt, Quedlinburg oder Aschersleben wenden. Das geht am einfachsten, wenn man einen Termin vereinbart. Gesucht werden Kraftfahrer und Maschinenführer mit und ohne entsprechende Qualifikationen, mit und ohne Erfahrung sowie alle Interessierten, die im Personen oder-<wbr />Güterverkehr tätig werden wollen. 
Weitere Informationen zum Bildungszentrum Weber gibt es im Internet unter www.bzweber.de, Terminvereinbarung ist unter der kostenfreien Rufnummer 0800 -<wbr /> 299 32 37 oder per E-<wbr />Mail an info@bzweber.de möglich.

Ein freundliches und kompetentes Team mit viel Erfahrung: Inhaber Alexander Weber (ganz links) und sein Team vom Bildungszentrum Weber. FOTOS: BZ WEBER 
Die Fahrausbildung erfolgt prinzipiell auf Fahrzeugen in den von den Speditionen verwendeten Maßen.


MZ 04.10.2010

Fahrer heizen über die Piste
STOCKCAR-<wbr />RENNEN Team aus Eisleben schaffte die meisten Runden und wurde Sieger.
VON KATJA MÜLLER

HETTSTEDT/MZ  -<wbr /> Motoren röhrten bis zum Anschlag und manchmal auch bis zum Überschlag. Es war unüberhörbar, dass am Wochenende im Hettstedter Gewerbegebiet wieder die Streetline-<wbr />Days über die Bühne gingen. Einmal mehr standen spektakuläre Stockcar-<wbr />Rennen im Mittelpunkt des dreitägigen Spektakels. Wer es actionreich mochte, kam allemal auf seine Kosten. Sieben Teams waren angetreten, um im schlammigen Rundkurs heiße Reifen zu riskieren. 
Stockcar bedeutet Gedränge, absichtlich herbeigeführte Crashs und am Ende doch meist rundum unversehrte Fahrer. Mit alten Gebrauchtwagen, gesichert durch Überschlagkäfige und befreit von allem unnötigen Schnickschnack, heizten die Stockcar-<wbr />Fahrer über die Piste. Dabei fand kaum ein Rennen statt, das hinterher nicht die flinken Mechaniker der jeweiligen Teams auf den Plan rief.

Dass die Streetline-<wbr />Days diesmal dennoch ein paar Ausfälle zu verzeichnen hatten, machte das Ganze nur noch actionreicher. Wo die Rennen nämlich eigentlich in zwei Gruppen zu je fünf Autos auf der Strecke ausgetragen werden, starteten zumindest im ersten Lauf am Samstagmittag alle sieben Teams gleichzeitig. "Wir wollen Motorsport für die Leute hier zugänglich machen", sagte Andreas Schmeißer, der als Rennleiter und Streckensprecher aktiv war. Organisiert wurde das Event einmal mehr von Normen Herrmann, der mit Streetline-<wbr />Bikes einen Motorradhandel in Großörner betreibt. 
Es waren einschlägige Teams, die sich da zusammengetan hatten, um ihrer Motorsportleidenschaft zu frönen. Autohäuser, Kfz-<wbr />Werkstätten und Fahrschulen waren mit von der Partie. Geld verdienen könne man mit dem Event im Übrigen nicht, meinte Normen Herrmann. "Wir wollen einfach nur unseren Spaß haben", fügte er hinzu.

Der Sieger des Stockcar-<wbr />Rennens stand schließlich nach mehreren Läufen am Sonntagnachmittag fest. Das Team Autohaus Rothmann aus Eisleben hatte diesmal die Nase vorn, denn am Ende zählte, wer am längsten auf der Strecke geblieben war und in der Summe die meisten Runden geschafft hatte. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten das Team Autohaus Wölfer aus Königerode und das Team Fahrschule Weber aus Hettstedt. Dahinter folgten die Teams Leila und Amboss, das Team Streetlinebike sowie das Team der KfZ-<wbr />Werkstatt Ritzgerode.

Umrahmt wurden die Streetline-<wbr />Days von einem Showprogramm, das den Stockcar-<wbr />Rennen in Sachen Actionreichtum in nichts nachstand. Unter anderem warteten Motorrad-<wbr />Stuntshows, Partys im Festzelt und Helikopter-<wbr />Rundflüge auf die Besucher. Ein absoluter Höhepunkt war die mehrmals präsentierte Show des Jetcar-<wbr />Fahrers Gerd Habermann. Der düste mal eben mit einem 15 000 PS starken Auto über die Asphaltpisten des Gewerbegebietes, das sich statt eines normalen Motors von einer Flugzeugturbine antreiben ließ. "Der geht in 0,9 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde", erklärte Andreas Schmeißer. 
Schließlich konnten auch die Jüngsten den Spaß des Stockcar-<wbr />Rennens testen und dabei wurde auch noch eine soziale Einrichtung unterstützt. Mit Alex Weber vom Team Fahrschule Weber konnten Kinder einige Runden über die Piste drehen. Der dafür entrichtete Obolus kam dem Hettstedter Kinderhaus "Tiegel" zugute.


MZ 16.06.2010

Auf der Straße "liegen" die Lasten der Lastwagenfahrer
STRASSENVERKEHR In die Situation der Brummifahrer kann sich kaum ein "normaler" Pkw-<wbr />Fahrer versetzen. Wo Kulanz gefragt ist, herrscht oft Unverständnis.
VON SUSANNE THON

ASCHERSLEBEN/MZ  - Sie sind lang. Bis zu 18,75 Meter. Und breit. 2,55 Meter. Hoch auch. 4 Meter. "Sie haben es schwer im Straßenverkehr, sind 50 bis 70 Zentimeter breiter als ein Pkw, müssen aber mit der gleichen Fahrbahnbreite auskommen", nickt Lothar Kraneis, stellvertretender Vorsitzender der Kreisverkehrswacht. "Man hat sein Tun", gesteht Karl-Heinz Weber vom Hettstedter Bildungszentrum und Fahrschule Weber. Kaum einer weiß so gut, wovon er spricht, wie der Berufskraftfahrer und Fahrlehrer aller Klassen.

"Die Radfahrer wissen gar nicht, dass wir sie nicht sehen."

Karl-Heinz Weber 
Fahrlehrer

Er sitzt täglich auf dem Bock und ist sich ganz genau darüber im Klaren, wo die Gefahren lauern, steuert man einen tonnenschweren Lastkraftwagen, einen der möglicherweise noch die eingangs erwähnten Höchstmaße hat. Wo Gefahren, da auch Unverständnis: Trifft Stadtflitzer auf Brummi hält sich die Freude in der Regel in Grenzen. Es geht nur langsam oder gar nicht vorwärts, weil´s zu eng ist, es staut sich... Das frustet. Brummirennen auf der Autobahn. "Es gibt so viele Pkw-Fahrer, die auf die Lkw schimpfen", appelliert der Ascherslebener Fahrlehrer Udo Keil an ihr Verständnis und erinnert daran, dass die Verkehrssituation in der Stadt - die Innenstadt ist für Lkw über 7,5 Tonnen, die nicht im Lieferverkehr fahren, gesperrt - seit Bau der Umgehungsstraßen doch weitestgehend entlastet sei. "Schön wäre die Fertigstellung der B 180n", merkt Kraneis in diesem Zusammenhang an.

Was passiert, muss der ganze Lkw- Verkehr auf einmal wieder durch eine Stadt, haben die Hallenser vor knapp zwei Wochen erfahren: Stundenlange Vollsperrung auf der 14. Umleitung über die B 6. Stop-and-go schon kilometerweit vor dem Ortseingangsschild bis in die Stadt hinein. Fahrlehrer Weber, der mit seinen Fahrschülern oft durch Aschersleben fährt, empfindet das Fahren in der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts grundsätzlich als sehr angenehm.

Lediglich eine Stelle hat er als "Falle" entlarvt und erklärt, dass die Ausschilderung an der Magdeburger Kreuzung in einem Punkt zu wünschen übrig lasse. Nämlich in dem, dass keinerlei Einschränkung ausgewiesen ist für Fahrzeuge, die in den Hellgraben fahren: "Wenn ich mit meinem Lkw aber geradeaus fahre, fahre ich mich an der Kreuzung Hellgraben/Froser Straße fest", so Weber. Nach links und weiter geradeaus versage ihm das Verbotszeichen für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen die Weiterfahrt und nach rechts das Schild "Lieferverkehr frei". "Es gibt hier keine Wendemöglichkeit mehr", gibt er zu bedenken. 
Ein anderer Missstand ganz in der Nähe, der beinahe schon an einen Schild(er)bürgerstreich grenzt, ist seinem Kollegen Keil aufgefallen. Er spricht die Beschilderung am Magdeburger Kreisel an: "Erst waren die neuen Richtungsschilder so niedrig angebracht, dass sie die Sicht der Pkw-Fahrer eingeschränkt haben. Jetzt hängen sie weiter oben - und die Lkw- Fahrer sehen nichts", schüttelt er mit dem Kopf. Kreisverkehre, zumindest die kleinen, sind ohnehin ein Kasus knaxus beim Lastwagenfahren, sagt Weber. "Wir müssen hier so langsam fahren und aufpassen, dass wir mit dem Auflieger hinten nicht den Fußweg überrollen. Da passiert es schon mal, dass sich der nachfolgende Verkehr staut", erläutert er.

Ein weiterer Knackpunkt im Brummifahrer-Alltag ist der "Tote Winkel". "Die Radfahrer wissen gar nicht, dass wir sie nicht sehen", erklärt er, dass der Sichtradius der Lkw - wie auch bei Bussen - aufgrund ihrer Größe in besonderem Maße eingeschränkt ist. "Fußgänger und Radfahrer sollten immer daran denken, insbesondere, wenn ein Lkw anzeigt, dass er nach rechts abbiegen will", warnt Kraneis. In den Niederlanden, weiß er, seien zusätzliche Spiegel gesetzlich vorgeschrieben, die den nicht einsehbaren Bereich deutlich verkleinern, hierzulande nicht. Weshalb Verkehrswacht Aschersleben mit dem Projekt "Der tote Winkel" in Schulen und öffentliche Einrichtungen geht, um den Gefährdeten die Brisanz nahezubringen.

"Der Lkw- Fahrer ist keineswegs der Böse, für den er oft gehalten wird. Aufgrund der Größe und der Masse des Fahrzeugs braucht er einfach mal mehr Platz und mehr Zeit", so Keil. Im Bereich von Baustellen werde es oft sehr, sehr eng, kennt Weber aus der Praxis, mitunter so eng, dass nur noch Schritttempo drin ist. Enge Straßen seien überhaupt problematisch. Um rechts abzubiegen, müsse nach links ausgeschert werden. 
Es bleibe oft gar nichts anderes übrig, als über die Sperrlinien zu fahren, so zum Beispiel hängen Äste tief. Äste, die der Pkw-Fahrer gar nicht wahrnimmt, der Lastwagenfahrer schon. Dann werde sich mittig orientiert, geht´s mitunter ein Stück weit auf die Gegenspur. Was auch beim Auffahren auf eine Vorfahrtsstraße vorkommen kann. Das Auffahren an sich bedarf nicht selten langer Wartezeiten. "Lkw sind träge, wir brauchen sehr große Lücken", so Weber. Nichts mit mal eben reinhuschen.

All das wissend, ist für das harmonische Miteinander von Personen-  und Lastkraftwagen auf den Straßen deshalb Verständnis und in weiten Teilen Kulanz gefragt, kann der Pkw- Fahrer genauso vorausblicken, wenn ihm ein Lkw entgegenkommt oder dieser abbiegen will, und beispielsweise nicht durch gedankenloses Parken das Durchkommen großer Fahrzeuge behindern. Weitsichtigkeit ist für Lkw- Fahrer unerlässlich. "Sie sind sehr vorausschauende Fahrer, denken für die anderen Verkehrsteilnehmer mit -  das müssen sie auch - , erkennen und entschärfen Situationen so vorab", so Weber. "Das ist eben der Profi im Straßenverkehr, der hat schon einiges erlebt", erkennt auch Keil die Arbeit an.


MZ 12.05.2010

Sieger kommen aus der Fahrschule
AKTION Teilnehmer des Hettstedter Stock-Car-Rennens liefern sich spektakuläre Wettkämpfe.
VON KATJA MÜLLER

HETTSTEDT/MZ  - "Es ist einfach der Fun", sagt Ronny Wohlfahrt aus Hettstedt, wenn man ihn nach der Faszination des Stock-Car-Rennens fragt. Was man auf alle Fälle braucht, ist Benzin im Blut und eine ordentliche Portion Durchsetzungsvermögen. Bei den Streetline Days, die jetzt im Hettstedter Gewerbegebiet stattfanden, wurden Motoren bis zum Anschlag gedreht. Schlamm flog in rauen Mengen durch die Gegend. Es einfach nur so zu beschreiben, würde dem dreitägigen Spektakel allerdings nicht wirklich gerecht werden. 

"Es ist einfach der Fun."

Ronny Wohlfahrt
Veranstalter 

Was Wohlfahrt gemeinsam mit Norman Herrmann aus Großörner auf die Beine stellte, war eine Mischung aus Motorsport, Biker- Treffen und jeder Menge Show- und Partyeinlagen. Der Wettkampf um den Titel des Stock-Car-Champions stand sicherlich im Mittelpunkt der Streetline Days. Vor zahlreichen Zuschauern lieferten sich Fahrer aus insgesamt elf Teams teils spektakuläre Rennen.

Dabei war der Auftakt aufgrund der Nässe nicht unbedingt optimal über die Bühne gegangen. Ganz so schlammig, wie sich der Stock-Car-Rundkurs zeigte, wollte es dann doch keiner haben. Das angesetzte Training wurde kurzerhand verlegt, bis die Strecke gut abgetrocknet war. 
Die heißen Reifen im Rundkurs riskierten jeweils fünf Stock-Car-Fahrer gleichzeitig. Sicherlich lässt sich der Reiz dieses Motorsports auch damit erklären, dass dort ausdrücklich erlaubt und sogar erwünscht ist, was woanders absolut gar nicht geht: Vereinfacht gesagt, darf man die Konkurrenten einfach von der Piste schießen. Das bedeutet jede Menge Gedränge, absichtlich herbeigeführte Crashs und Überschläge, an denen Fahrer und Zuschauer sichtlich Vergnügen fanden. "Die Fahrerseite zu attackieren, ist dabei tabu", meint Ronny Wohlfahrt.

In mehreren Gruppenläufen von zehnminütiger Dauer geht es letztlich darum, möglichst viele Runden zu schaffen, die am Ende zum Gesamtergebnis addiert wurden. So dürfen sich Alex Weber und Peter Hildebrand vom Team der Fahrschule Weber aus Hettstedt seit der Siegerehrung Stock-Car-Champion 2010 nennen. 
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Streckenposten der Freiwilligen Feuerwehr Walbeck wahrscheinlich schon gar nicht mehr mitgezählt, wie vielen Autos und Fahrern sie buchstäblich aus dem Dreck geholfen hatten. Für den "reibungslosen Ablauf", wie er sagt, zeigte sich Ronny Wohlfahrt jedenfalls sehr dankbar. Auch gegenüber der Hettstedter Polizei, die eine Biker-Ausfahrt mit knapp 50 Teilnehmern begleitet und abgesichert hatte. 
Das Show- und Partyprogramm rund um die Streetline Days war schließlich mit zahlreichen Höhepunkten gespickt. Für Stimmung hatten unter anderem Live-Bands und DJs, aber auch Motorradstuntmen und Showgirls auf heißen Maschinen gesorgt. Und Motorsport kann man auch noch ganz anders auslegen: Als absolutes Kultspiel der Streetline Days durfte der Motorweitwurf nicht fehlen.