Bootsausbildung / SBF-Binnen
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Sportbootführerschein Binnen 

Bei dem Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) handelt es sich um den amtlichen Sportbootführerschein zum Führen eines Sportbootes auf Bundeswasserstraßen im Geltungsbereich der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung. Ein Sportboot ist dabei ein nicht gewerbsmäßig verwendetes Fahrzeug von weniger als 15 m Länge ohne Ruder und Bugspriet, ausgenommen Fahrzeuge, die durch Muskelkraft oder nur hilfsweise mit einem Treibsegel von höchstens 3 m² Fläche fortbewegt werden. Sportboote mit einer Antriebsmaschine, deren Nutzleistung höchstens 11,03 kW (15 PS) beträgt, sind von der Fahrerlaubnispflicht ausgenommen. Auf dem Rhein liegt die Grenze bei 3,68 kW (5 PS). Der SBF Binnen wird für die Antriebsarten Antriebsmaschine und Segel erteilt.

UPGRADE SEGEL

Der SBF Binnen Segel wird nur auf den in Anlage 2 der SportbootFüV-Bin genannten Binnenwasserstraßen benötigt (Havel-Oder-Wasserstraße, Untere-Havel-Wasserstraße, Spree-Oder-Wasserstraße).

Für Segelsurfbretter ist kein Führerschein erforderlich. 

Außerhalb der genannten Binnenwasserstraßen gibt es in Deutschland für Segelboote ohne Motor keine bundesweit geregelte Führerscheinpflicht.

Landesrechtlich geregelte Führerscheinpflichten gibt es außerhalb von Bundeswasserstraßen, etwa auf Binnenseen – zum Beispiel für die Gewässer 

  • in Berlin (ab 3 m² Segelfläche) und 
  • in Sachsen (ab 6 m² Segelfläche) 
  • für den Bodensee ist für Sportboote ab 12 m² Segelfläche oder mehr als 4,4 kW (6 PS) das Bodenseeschifferpatent A bzw. D vorgeschrieben oder Sie beantragen einfach ein FERIENPATENT für bis zu 4 Wochen Gültigkeit. 

    Zugangsvoraussetzungen: 

    • Lebensalter: mindestens 14 Jahre (Segel)/mindestens 16 Jahre (Motor)
    • Tauglichkeit: ärztliches Zeugnis (ausreichendes Hör- und Sehvermögen, körperlich und geistig geeignet)
    • Zuverlässigkeit: KFZ-Führerschein oder Führungszeugnis „O“
    • Biometrisches Lichtbild (38 x 45 mm)
    • bei Minderjährigen: Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten

    Prüfungen:

    • Theorie: Basisfragen: Schifffahrtsrecht, Seemannschaft, Wetterkunde allgemein; spezifische Fragen Binnen; spezifische Fragen Segeln (nur bei Segel);
    • Praxis: Manöver und Knotenkunde

    Zur theoretischen Prüfung unter Motor gilt es einen von 15 Prüfbögen mit 30 Fragen zu bewältigen, weitere 7 Fragen gibt es für das Upgrade „Segel“. Wird ausschließlich der SBF Segel erworben sind 25 Fragen zu bearbeiten. 

    Es handelt sich um Multiple-Choice Antwortmöglichkeiten mit einer Auswahl von vier Antworten, wovon jeweils nur eine richtig ist.

    Die zur Beantwortung zur Verfügung stehende Zeit beträgt 45 Minuten für die Prüfung unter Motor (maximal 6 Falschantworten), 60 Minuten für die Prüfung unter Motor und Segeln (maximal acht Falschantworten), sowie 15 Minuten für die Zusatzprüfung unter Segeln alleine, wenn der Sportbootführerschein unter Motor schon vorhanden ist (max. zwei Falschantworten). Eine mündliche Prüfung ist nur in Ausnahmefällen auf vorherigen Antrag möglich, eine mündliche Nachprüfung ist nicht möglich.

    Die praktische Prüfung besteht aus verschiedenen Manövern, Fahren von verschiedenen Kursen zum Wind und seemännische Knoten.

    Beide Teile der Prüfung (Theorie und Praxis) können sowohl zusammen, als auch separat abgelegt werden, sofern sie nicht länger als zwölf Monate auseinander liegen.