Ausbildungen / Gabelstaplerausbildung

Gabelstaplerausbildung. (gem. BGG 925)

Ganz gleich ob produzierendes Gewerbe, Versand oder der Kraftfahrer der hin- und wieder einen "Gabelstapler" führt. Alle müssen mit den besonderen Bedingungen eines Gabelstaplers vertraut sein, denn dieser birgt Unfallquellen und Gefahren für alle Beteiligten des Arbeitsalltags.

Um bei einem Arbeitsunfall mit einem Flurförderzeug (Gabelstapler) vom gesetzlichen Unfallversicherer, der Berufsgenossenschaft, auch Schadenersatzansprüche geltend machen zu können, ist eine bestimmt Ausbildung vorgesehen. Diese ist in der BGG 925 durch die BG festgehalten.

Aus der BGG 925  (Berufsgenossenschaftliche Grundsätze) und der UVV D27 ergibt sich, dass jeder Betrieb, der Flurförderzeuge betreibt, über Fahrer verfügen muss, die mit diesen Flurförderzeugen sicher, wirtschaftlich und zweckentsprechend umgehen können. Dies trifft insbesondere bei Gabelstaplern zu.

"Wer einen Führerschein besitzt, ist nicht allein deshalb schon befähigt, Gabelstapler zu führen."

Mit dem Gabelstapler Lasten heben und senken, Güter ein- und auslagern, auf Laderampen rangieren, zwischen Stapeln und Regalen fahren ist etwas anderes, als ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu lenken. Hinzu kommt die andere Bauweise der Gabelstapler: Die Lenkachse befindet sich hinten; dies führt zu einem anderen Fahr- und Lenkverhalten als beim Lastkraftwagen oder Personenkraftwagen. Die Last liegt – im Unterschied zum Lastkraftwagen – vor dem Fahrer frei auf den Gabelzinken, sie kann am Hubmast gehoben und gesenkt, vor- und zurückbewegt werden. Und nicht zuletzt verlangt das Standsicherheitsverhalten von Gabelstaplern eine andere Fahrweise als beim Kraftfahrzeug. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Gabelstapler, sondern für nahezu alle Flurförderzeuge mit Hubgerüst.

Verständlich, dass nicht jeder, auch wenn er schon lange einen Kraftfahrzeug- Führerschein besitzt, mit einem Flurförderzeug fahren darf. Er würde sich und andere in Gefahr bringen.